Kerbholz – Ein Pop-Up Wiederholungstäter

von Katja Feldmeier

Bereits zum vierten mal eröffnen die vier Jungs von Kerbholz einen Pop-Up Store.
Diesmal fanden sie mit Go—PopUp einen kleinen aber feinen Laden direkt in der Berliner Münzstraße, dem Retail Herzstück für große Modemarken und junge Designer. Quasi über Nacht konvertierten die vier kreativen Vorreiter für zeitgemässes, schickes aber nachhaltiges Design einen Frozen Yoghurt Store in einen gemütlich-minimalistischen Shop. Sechs Wochen lang dient der  Laden jetzt als Aushängeschild, als Testlabor und als Spielwiese für die aufstrebende Marke aus Köln. Mit Nils Niendieker, einem der vier Gründer, sprachen wir über das Erfolgskonzept des Pop-Up Stores, und warum Kerbholz ein Pop-Up Wiederholungstäter ist.


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»Ein Pop-Up Shop eignet sich perfekt dafür den Kunden unsere Produkte real vorzustellen und um einfach Präsenz zu zeigen. Natürlich funktioniert das Ganze auch als ganz große Marketing-Kampagne und erzeugt viel Aufmerksamkeit für die Brand.«

Nils, in Berlin poppt Kerbholz bereits zum zweiten mal auf. Wofür braucht ihr einen Pop-Up Store?

Genau, das ist insgesamt unser vierter Pop-Up Laden. Den ersten gab’s in Berlin Friedrichshain, dann einen in unserer Heimatstadt Köln und einen in Wien.
Ein Pop-Up Shop eignet sich perfekt dafür den Kunden unsere Produkte real vorzustellen und um einfach Präsenz zu zeigen. Natürlich funktioniert das Ganze auch als ganz große Marketing-Kampagne und erzeugt viel Aufmerksamkeit für die Brand. Außerdem ist der Store schön als eine Art Testlauf  für einen möglichen eigenen Laden in der Zukunft, was bei uns auch immer mal wieder im Gespräch ist.

Wieso ist es wichtig für euch auch offline Präsenz zu zeigen?

Weil man das Produkt ja auch anfassen können muss. Wir wollen den Menschen unsere Produkte persönlich zeigen, über den Online-Store hinaus. Wir sind auch nicht ausschließlich online. Der Pop-Up ist ein weiterer Kanal, neben dem Online-Handel und den Einzelhändlern, die unsere Produkte bereits stationär anbieten.

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Wird es im Pop-Up andere Produkte geben als im Onlineshop. Vielleicht neue Modelle?

Selbstverständlich. Jetzt kommt unsere neue Brillenkollektion raus und der Pop-Up ist sozusagen der Startschuss. Erst wird es die neuen Produkte hier im Laden zu kaufen geben und erst zwei Wochen nach diesem offline Launch auch im Onlineshop.

Geht ihr davon aus, dass eure Produkte dann auf der Fläche gekauft werden oder erst nachher im Onlineshop?

Sowohl als auch. Es ist natürlich super skalierbar, weil man nach dem Pop-Up Shop genau auswerten kann, wie viel Umsatz wir gemacht haben. Außerdem können wir das auch aus Marketing Sicht betrachten und schauen, welche Reichweite erzielt wurde. Diesen Aspekt darf man beim Pop-Up nicht vernachlässigen.  Ich glaube natürlich fest daran, dass mit der Markenpräsenz, die wir hier zeigen, unsere Produkte auch im Nachgang online gekauft werden. Jemand der in den Pop-Up rein geht, die Produkte anprobiert, wird das im Hinterkopf behalten oder anderen davon erzählen. Nur weil jemand im Laden war und das Produkt noch nicht gekauft hat, ist das noch lange kein Verlust, sondern immer ein neu gewonnener Kunde oder Multiplikator für uns.

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»Nur weil jemand im Laden war und das Produkt noch nicht gekauft hat, ist das noch lange kein Verlust sondern immer ein neu gewonnener Kunde oder Multiplikator.«

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Welche Ziele verfolgt ihr im Store? Geht es primär um Neukunden-Gewinnung, um den Produkttest oder um Erfahrungswerte für den künftigen eigenen Laden?

In erster Linie geht’s darum, auch den direkten Kontakt zum Kunden zu suchen und besseres Feedback zu bekommen. Im Laden sind die Leute eher bereit, ihre Meinung mit uns zu teilen als online. Es kann ja jeder für sich selbst mal überlegen, wie oft er online ein Feedback zum Produkt geschrieben hat. Im eigenen Laden, können wir die Reaktion der Kunden auf unsere Produkte schon beim ersten Kontakt beobachten und gucken, was ankommt und wo noch Verbesserungsbedarf besteht.

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Die vier Kölner Jungs Moritz, Matthias, Adrian und Nils gründeten 2012 Kerbholz, nachdem sie auf einer Reise durch Mexiko das Material Holz neu für sich entdeckten. Sie gaben dem Wertstoff durch  schlichte Uhren- und Brillen-Designs eine neue, kitsch-freie Form. Doch cooles Aussehen reichte den Vieren nicht, sie setzen auch auf Nachhaltigkeit. So wird für jedes gekaufte Kerbholz Produkt ein Baum gepflanzt.

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Du findest den Kerbholz Pop-Up Store bis zum 31.03.16 hier:

Kerbholz Pop-Up Store
Münzstraße 11, 10178 Berlin

Geöffnet: Montag – Samstag von 11.00  bis 20.00 Uhr

 

Weitere tolle Pop-Up Spaces in Berlin-Mitte findest Du hier. Wie wäre es direkt am Rosenthaler Platz  oder einem ausgefallenen Store Design? Auch cool: Unser Lieblings Pop-Up Host Ingo in der Torstraße.

 

Und so erreichst Du uns:

gopopup.com

facebook.com/gopopup

@gopopupcom

#gopopup

Fotos: Marco Klahold und Katja Tchekourda